Frischer Wind in der „Titanic“
Sendenhorst - Frischer Wind soll künftig in den Räumen des „Liveclub Titanic“ wehen. Dafür soll ein Kooperation zwischen „Titanic“, der Muko Sendenhorst und Michael Groß als Verleiher von Veranstaltungstechnik sorgen.
In der Musikkneipe im alten Bahnhof hat sich in den vergangenen Wochen schon rein optisch vieles getan. Dazu soll eine verbesserte technische Ausstattung kommen, die den Raum der „Titanic“ künftig als Veranstaltungsraum für die Muko attraktiv machen soll. „Die ,Titanic ist noch immer ein Begriff in der Kulturlandschaft“, meint Matthias Greifenberg, Vorsitzender der Muko, und spielt darauf an, dass es in jüngster Zeit ein wenig stiller um das Musikcafé in Sendenhorst geworden ist. Als im August des vergangenen Jahres dann Ulli Pöttkens Sohn Max seine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann bei der Muko begann, da war auch schnell die Idee der Kooperation zwischen Muko und „Titanic“ geboren. Der Ausbildungsplatz von Pöttken jr. wurde zum Verbundausbildungsplatz, in dessen Aufgabenbereich nun auch die Programmplanung von der Festlegung der Linie über die Recherche bis hin zur genauen Planung gehört.
„Wir wollen nicht nur auswärtigen Gruppen wieder einen Veranstaltungsort bieten, sondern auch unseren eigenen Schülern“, erklärt Matthias Greifenberg, dass die Aussicht auf Auftritte in der „Titanic“ von der Lehrerschaft der Musik- und Kulturschule auch als Motivationspotenzial für Muko-Schüler, Muko-Gruppen und -bands gesehen wird.
Die ersten Events für diesen Modell-Versuch, für den es noch keine Erfahrungswerte gebe, so Greifenberg, stehen bereits fest. Am 21. Januar wird die Ska-Band „Home to Paris“ aus Münster in der „Titanic“ gastieren. Als Vorband wird die Band der SG Sendenhorst auftreten. Des Weiteren ist am 12. Februar Peter Stohl mit einem a-cappella-Projekt zu Gast in dessen Mittelpunkt die schwedische Kultband Abba steht. Ein ehemaliger Muko-Schüler wird am 18. Februar Pop und Jazz bieten, und die „Kapelle Petra“, eine angesagte Kultband der Region, ist am 26. Februar gebucht. Lokales Feeling wird es am 11. März geben, wenn Lokalmatador Thomas Brechtenkamp mit seiner Gruppe „Whitland“ die Bühne betritt. Am 19. März soll dann noch die a-cappella-Formation „Female Affairs“, Preisträger des letzten Bundescontests, in Sendenhorst für Stimmung sorgen.
„Damit werden wir auch erst einmal austesten, womit wir den Geschmack des Publikums am besten treffen“, blickt Matthias Greifenberg voraus und weiß, dass es keine Erfolgsgarantien gibt. Doch nach dem Motto „was man nicht ausprobiert, kann auch nicht zum Erfolg führen“, macht sich das Kooperationsteam hoffnungsvoll an das neue Projekt.
Zum Erfolg soll dabei natürlich auch die neu installierte Tontechnik beitragen, die zum einen „durchaus höheren Ansprüchen genügen sollte“ (Michael Groß), zum anderen aber auch Events mit wenig Aufwand auch für Amateur-Musiker und -Bands möglich machen soll. Sollte etwa ein Instrumentalist Spaß an einem Mitwirken bei den ebenfalls neugeplanten Jam-Sessions in der Titanic finden, ist für das technische Fundament auf jeden Fall schon mal gesorgt. Und derlei offene Beteiligungen sind vom Veranstalter durchaus erwünscht - auch eine Perspektive für Muko-Schüler, die für den einen oder anderen verlockend sein könnte.
Der Eintritt zum Konzert von „Home to Paris“ beträgt acht Euro (sechs Euro für Schüler und Studenten).


